Das Bauprojekt „Poller Damm“

Aufbauend auf den Vorschlägen der Machbarkeitsstudie arbeiten wir mit dem Kölner Büro Bürgener, Appel und Team (baut Architektur) zusammen.

Die wichtigsten Fakten

    • Standort: Eva-Zobel-Straße in Köln-Poll
    • Sechs Gebäude mit rund 5.000 m² Wohnfläche
    • Über 50 Wohneinheiten für etwa 160 Bewohner*innen
    • Vielfältige Wohnformen: 2-5 Zimmer-Wohnungen, Townhouses, und Clusterwohnungen,
    • Rund 150 m² Gemeinschaftsräume sowie gemeinschaftlich genutzte Gärten und Außenbereiche
    • Getragen von einer jungen Genossenschaft

Wohnen

Gemeinschaftsflächen

Wir wollen Wohnraum für vielfältige Lebensentwürfe schaffen. Geplant sind Einpersonenhaushalte, Wohngemeinschaften, Townhouses und Clusterwohnungen. Townhouses sind eigenständige, mehrgeschossige Wohneinheiten mit privatem Zugang. Clusterwohnungen verbinden private Apartments mit gemeinschaftlich genutzten Küchen, Aufenthaltsbereichen und weiteren Räumen des Zusammenlebens.

Um auf unterschiedliche Lebenssituationen und Veränderungen im Lebensverlauf reagieren zu können, möchten wir innerhalb der Genossenschaft Wohnungstausch ermöglichen. Dadurch kann Wohnraum langfristig bedarfsgerecht genutzt und an sich verändernde Bedürfnisse angepasst werden.

Unser Konzept verbindet private Rückzugsräume mit gemeinschaftlich genutzten Flächen. Im Außenbereich sollen Gemeinschaftsgärten und gemeinschaftlich genutzte Aufenthaltsorte für Austausch und nachbarschaftliches Zusammenleben führen.

Darüber hinaus ist ein großer Gemeinschaftsraum geplant. Dieser soll flexibel nutzbar und barrierefrei zugänglich sein. Hier können z.B. Versammlungen, Workshops, Bewegungsangebote, Feiern oder kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte oder Filmabende stattfinden.

Rechtsform Genossenschaft

Bauweise und Nachhaltigkeit

Unser Projekt wird genossenschaftlich organisiert. Das bedeutet: Die Wohnungen werden nicht einzeln verkauft, sondern bleiben dauerhaft im gemeinschaftlichen Eigentum der Genossenschaft. Bewohner*innen erwerben Genossenschaftsanteile und erhalten ein langfristiges Nutzungsrecht an ihrem Zuhause.

Damit entziehen wir den Wohnraum der Spekulation und schaffen die Grundlage für dauerhaft bezahlbares Wohnen. Entscheidungen werden gemeinschaftlich getroffen und das Projekt von den Menschen getragen, die darin leben.

Wir möchten ressourcenschonend bauen, Flächen sinnvoll nutzen und ein Wohnprojekt schaffen, das auch langfristig ökologisch und sozial zukunftsfähig ist.

Geplant sind unter anderem:

  • Holzrahmenbauweise
  • Photovoltaikanlagen
  • Wärmepumpen
  • natürliche Verschattung durch Bäume und Begrünung
  • KfW-Effizienzhaus 40 EE
  • Mobilitätskonzept mit Fokus auf Fahrrad, ÖPNV und Sharing

Bezahlbarkeit und Finanzierung

Die Finanzierung basiert auf einer Mischung aus öffentlichen Fördermitteln, Krediten und Eigenkapital. Einen Teil des Eigenkapitals bringen die zukünftigen Bewohner*innen über Genossenschaftsanteile ein. Ergänzend sind solidarische Instrumente wie freiwillige Einlagen, Fördermitgliedschaften und ein Solidarfonds geplant.

Unser Ziel ist es, Wohnraum für Menschen mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten zu schaffen. Deshalb ist die Mischung aus gefördertem und freifinanziertem Wohnraum ein zentraler Bestandteil unseres Konzepts: Rund 50 % der Wohnungen werden öffentlich gefördert (WBS A und B).

Viele Details der Finanzierung werden derzeit weiterentwickelt. Klar ist aber:

  • Das Projekt braucht neben der Mitarbeit und dem Engagement vieler Menschen auch finanzielle Beteiligung.
  • Gleichzeitig arbeiten wir an solidarischen Lösungen, damit der Zugang zum Projekt nicht nur Menschen mit hohem Eigenkapital offensteht.